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Bürgerdarstellung

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Aus einer Urkunde (OeStA/HHStA-AUR - MR I 0098) aus dem Jahr 1250 erfährt man, dass Ulrich von Lichtenstein sich verpflichtet, seinen Herren mit den Bürgern von Judenburg zu versöhnen. Diejenigen, die aber seinem Herren Schaden zugefügt haben, sollen zur Rechenschafte gezogen werden.


Unsere Darstellung ist in erster Linie in der Mittelschicht der mittelalterlichen Gesellschaft zu finden: dem Bürgertum. Durch die Entwicklung der Städte im 11. und 12. Jahrhundert bildete sich neben den gängigen 3 Ständen Bauer-Klerus-Adel das Bürgertum. Durch die Komunale Bewegung, welche durch die reichen Kaufmänner der einzelnen Städte vorangetrieben wurde, gelangte die Verwaltung der Stadt vom Stadtherrn an den Stadtrat. Es war aber nicht jeder Bewohner der Stadt auch ein Bürger: Man musste sich dies zuerst erkaufen (bzw. diverse Voraussetzungen erfüllen) oder erheiraten. So hatten im 11. und 12. Jahrhundert Handwerker, Mägde, Knechte, etc. auch kein Bürgerrecht.

 

Uns ist es wichtig, ein bunt gemischtes Bild einer Stadt zu präsentieren, daher gibt es bei uns auch nichtbürgerliche Wucherjuden, Bauern, Büttel, Münzpräger (Handwerker), u.a.