Handwerk

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Für viele Handwerker galt es, ihr tägliches Brot zu verdienen. Zu wirklichem Reichtum kamen nur die Wenigsten. Wichtig für Handwerker war die Mitgliedschaft bei einer Zunft, denn ohne diese, durfte man nicht in der Stadt arbeiten. Somit hatte eine Zunft mehrere direkte und indirekte Einflüsse auf die Arbeitslosigkeit innerhalb der Stadt, den Konkurrenzdruck, die Festlegung der Arbeitszeit und die Verdrängung noch Konkurrenz, welcher keiner weiteren Zunft entsprang.

Doch eine Zunft hatte noch weitere Einflüsse. So forderte sie von den Mitgliedern als Gegenleistung für materiellen und sozialen Schutz, eine bestimmte religiöse Haltung und Ehrlichkeit (in besonderen Bezug auf Qualität und Preis-Leistungsverhältnis) die wichtiger war, als der mögliche Gewinn.

Die ersten Formen der Zünfte, entstanden Ende 14. Jahrhundert, jedoch als so genannte „Gebetsbruderschaften“. Aus diesen entwickelten sich mit der Zeit soziale und arbeitssichernde Verbände. Nur die Mitgliedschaft an einem dieser Verbände wirkte sich positiv für eine gesicherte Existenz aus.


Man schätzt für das Jahr 1500, dass es ca. 40 Betriebe in Judenburg gab, welche sich auf die Verarbeitung von Eisen spezialisiert haben, was auf die Erzvorkommen in der näheren Umgebung zurückzuführen ist.